Schallplatten digitalisieren

Schallplatten digitalisieren

Selber machen oder Profis engagieren?

Das Digitalisieren von Schallplatten ist bereits seit einigen Jahren als Thema in den einschlägigen Foren ein Dauerbrenner. Egal ob die Schallplattensammlung gerettet werden soll oder die besten Stücke mit Erinnerung aus der Jugendzeit auch auf dem iPhone und Co stets verfügbar sein sollen, die grundsätzlich zu treffende Entscheidung ist immer: Selber machen oder die Digitalisierung in die Hände eines professionellen Dienstleisters legen?

Vom seit 20 Jahre bekannten Softwarehersteller Magix gibt es eine All-In-One Lösung für das digitalisieren von Schallplatten. In dem Paket ist ein hochwertiger USB Vorverstärker enthalten, mit dem man die gesamte Vinyl-Musiksammlung auf einmal digitalisieren kann. Die Stiftung Warentest hat die Software mit der Note 1,7 für die Qualität, 1,7 für den Ton und 1,6 für die Handhabung bewertet. Das Gesamturteil der Stiftung Warentest lautet „gut“.

Wenn Sie also selbst Hand anlegen wollen und nur sich selbst bei der Digitalisierung ihrer hochwertigen Schallplattensammlung vertrauen, finden Sie hier das All-in-One Paket von Magix – im Moment incl. Gratis MP3 Deluxe Software. Eine kleine Anleitung, wie man seine Vinylschätze selbst digitalisieren kann, finden Sie etwas weiter unten. Viel Spaß beim gemütlichen digitalisieren Ihrer Schallplatten!

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Wenn Ihnen jedoch die Zeit fehlt um Ihre Lieblinge aus Vinyl selbst zu digitalisieren, dann finden Sie bei Google einige professionelle Anbieter, die sich liebevoll um Ihre Schallplattensammlung kümmern.

Diverse Softwarehersteller vermitteln nicht ganz uneigennützig gern den Eindruck Schallplatten könnte jeder mithilfe eines Computers und eines Schallplattenspielers selber digitalisieren. Im Folgenden eine kurze Einschätzung dazu und der Alternative einen professionellen Dienstleister zu beauftragen.

Ausrüstung für „Heimwerker“
Alle, die ihre Schallplattensammlung gern selbst digitalisieren wollen, sollten neben einem Computer und einem Schallplattenspieler ein Verbindungskabel und einen Vor- oder Vollverstärker besitzen oder käuflich erwerben. Oft wird Equipment gemeinsam mit der Software im Bundle verkauft.

Schallplatten digitalisieren – Der Ablauf

Nach der Kaufentscheidung kann es auch schon los gehen. Aufbauen, also Computer hochfahren, Software installieren, den Plattenspieler über ein Kabel an einen Vor- oder Vollverstärker anschließen, diesen per Kabel mit dem Computer verbinden, Schallplatte reinigen und los geht’s mit der Digitalisierung.

Auf die gründliche Reinigung der Schallplatte sollte auf keinen Fall verzichtet werden. Eingefleischte Plattenliebhaber betrachten als Selbstverständlichkeit und machen das vor jedem Abspielen. Denn die Reinigung der Schallplatte von Staub und anderen Schmutzpartikeln verbessert die Qualität der Wiedergabe ungemein.

Überspielt wird 1:1, also muss jede Platte einmal vollständig abgespielt werden. Eine gute Gelegenheit in alten Erinnerungen zu schwelgen oder auch einzelne Titel auszulassen. Trotzdem ist Anwesenheit nicht die ganze Zeit Pflicht. Aber Schallplatten haben bekanntlich zwei Seiten, also zum Wenden wieder pünktlich da sein.

Eine umfangreiche Anleitung wie Sie selbst Schallplatten digitalisieren können, finden Sie hier: http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-13805.html

Ergebnis der Schallplatten-Digitalisierung:
Das Ergebnis ist dann je nach Qualität der Schallplatte eine eher mittelmäßige bis schlechte Tonqualität. Verbessern können Sie die Tonqualität, wenn Sie eine entsprechende Software nutzen – behaupten die Softwarehersteller.

Zur Wahl stehen Kaufprogramme und Freeware. Beides lässt sich inklusive Testnoten leicht online über gängige Suchmaschinen und Portale finden. Besitzer von Macs sind übrigens im Vorteil. Denn Mac-User können die serienmäßig vorinstallierte Software Garage Band nutzen. Software arbeitet stets nach dem gleichen, grundlegenden Prinzip. Sie entfernt mit Filtern Störgeräusche wie Rauschen, Rumpeln oder Kratzen.

Das Ergebnis reicht jedoch in den meisten Fällen von Gut bis Mittelmaß und der Zeitaufwand der teilweise notwendigen manuellen Nachbearbeitung ist oft hoch. Das liegt aber nur zum Teil an der Software. Oft fehlt den Anwendern einfach auch das Know-how und das nötige Fingerspitzengefühl für Spitzenergebnisse.

Aber: Wer den Charme von Knacken und Rauschen bei Aufnahmen von der Schallplatte nicht missen möchte, der ist mit einer selbst gemachten Digitalisierung gut bedient. Außerdem ist es natürlich deutlich kostengünstiger, das einlesen der Schallplatten selbst zu übernehmen.

Die Alternative: Dienstleister zum Schallplatten digitalisieren

Dahingegen sind die Profis die erste Adresse für alle anspruchsvollen Musikliebhaber mit einem guten Gehör. Dienstleister machen im Wesentlichen ähnliche Arbeitsschritte, verfügen aber von Haus aus über ein höherwertigeres Equipment und haben in der Regel auch ein Händchen für die Nachbearbeitung der überspielten Aufnahmen. Vorteilhaft ist auch der geringere Zeitaufwand.

Denn besonders bei einer ganzen Plattensammlung kann sich das Digitalisieren inklusive manueller Nachbearbeitung schnell zum Mammutprojekt entwickeln. Eine professionelle Digitalisierung kostet natürlich auch den ein oder anderen Euro, ist aber für anspruchsvolle Hörer und für seltene Aufnahmen alternativlos.

Tipp: Viele Aufnahmen finden Sie auch im Internet wieder. Gerade Musikstreamingdienste wie Deezer, Napster oder Simfy bieten die Möglichkeit, auf eine riesige Musikdatenbank zuzugreifen (mit einer Musikflatrate) – da kann man sich die digitalisierung so mancher Schallplatte sparen und einfach direkt das digitale Musikstück herunterladen, wenn man nicht eine besondere Beziehung zu den Knacksern auf dem eigenen Vinyl aufgebaut hat.